Inspiration


Es wird erzählt, dass es Aufzeichnungen von früheren Formen des Stand Up Paddling gibt, welche gut 3’000 Jahre zurückreichen und sich die Iterationen über verschiedene Regionen wie Peru, Levante, Italien, Philippinen und China erstreckt haben sollen.

Ebenfalls überliefert ist, dass John Ah Choy, ein Hawaiianer, der leidenschaftlich gerne surfte, aber mit zunehmendem Alter nicht mehr von seinem Brett auf- und absteigen konnte, stehend mit einem Kanupaddel hinausfuhr, um Wellen zu reiten. ‘Ku Hoe He’e Nalu’ nannten das dann Friends & Family auf Hawaiianisch.

Das war in den 1940er Jahren in Waikiki auf Hawaii. Seine Söhne Leroy und Bobby Ah Choy und ihr Freund Duke Kahanamoku haben sich rasch mit dieser Art der Fortbewegung angefreundet und hatten oft ein Paddel dabei, wenn sie den Touristen das Surfen beibrachten. Wagemutig nutzten sie Longboard und Paddel auch als Kameraplattform auf dem Wasser, um Erinnerungsfotos für die Schüler zu machen.

Von der einheimische Bevölkerung bekam diese Kombi von Surfboard und Paddel den Übernamen „Beach Boy Surfing“. Bis Anfang der 70er Jahre war „Beach Boy Surfing“ in Waikiki verbreitet. Als dann wasserdichte Kameras aufkamen und die Surfboards immer kleiner wurden, verschwand das „Beach Boy Surfing“ aus Waikiki praktisch gänzlich.

Der letzte wahre „Beach Boy Surfer“ der bis 2012 das Paddel nie aus der Hand gab war John Zapotocky Sr. Er wurde 95 Jahre alt und hat über 55 Jahre die Wellen geritten, stehend und sein Paddel war immer mit dabei.



 

Als die Surf-Legenden Laird Hamilton und Dave Kalama in den 1990er Jahren begannen, mit Longboards und Paddeln zu experimentieren, war das die Wiedergeburt des Stand Up Paddlings wie wir es heute kennen.

Zuerst nutzten sie das Paddel, um sich durch die Welle zu manövrieren und mehr Geschwindigkeit zu gewinnen.

Bald erkannten sie, dass das Paddeln auf flachem Wasser eine großartige Möglichkeit ist, ihr Training zu ergänzen und koordinative Fähigkeiten, Kraft und Beweglichkeit weiter zu verbessern. Und es vor allem Spass macht…

 
 

Es ist faszinierend, wie die Silhouette von einem Stand Up Paddler im fahlen Licht der Morgendämmerung geräuschlos über das Wasser gleitet.

Da ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen das Stehpaddeln für sich entdecken. Bilder von Stars wie Anita, Jennifer Aniston, Matthew McConaughey, Pierce Brosnan, Rihanna und vielen Prominenten mehr, die regelmäßig auf ihren Boards zu sehen sind, tragen dazu bei, dass sich SUP rasant zu einer eigenständigen und populären Sportart entwickelt hat.
Das erste dem Sport gewidmete Magazin Standup Journal wurde im Juni 2007 gegründet und publiziert.

 
 

In Europa kommt das Stand Up Paddling Anfang der 2000er Jahre an. Die beiden Schweizer SUP-Board-Hersteller Indiana Paddle & Surf (Zürichsee) und Makai Boards (Zugersee) verkaufen 2010 und 2011 ihre ersten Stand Up Paddleboards in der Schweiz. Seitdem hat sich der Sport immer weiter verbreitet und an vielen Gewässern findet man heute SUP-Mietstationen. Das Stehpaddeln hat sich von einer Variation des Surfens zu verschiedenen Disziplinen, wie dem SUP Race, SUP Touring, SUP WaveSUP Yoga, SUP Wildwasser und SUP Angeln entwickelt. Sein Surf-Erbe gepaart mit all seinen verschiedenen Disziplinen machen den Sport attraktiv und für jeden zugänglich.
2021 wurde an den Olympischen Spielen der erste Shortboard-Surf Wettbewerb durchgeführt. Wenn es nach dem französischen Verband geht, werden wir an der Olympiade 2024 den ersten SUP Race Wettbewerb erleben…

Als ich im Juli 2012 mein erstes Makai Board gekauft habe, stand für mich die Ruhe, die Erholung und der Ausgleich zu meinem Computerarbeitsplatz im Mittelpunkt. 2016 ist daraus die SUP Vermietung SUPnatural am Türlersee entstanden. Hier kannst Du hochwertige Makai Boards mieten und die idyllische Landschaft vom Wasser aus erkunden.

Ob Anfänger oder Profi, Du bist herzlich willkommen, die Geschichte des Stand Up Paddlings hier auf Deiner persönlichen Paddelrunde weiter zu schreiben…

2023 | Romeo

 

Source: lairdhamilton.com, kalamaperformance.com, StandUpMagazin, YouTube, Wikipedia, OpenAI